Vor oder zurück?

Zweimal im Jahr wird an der Uhr gedreht – in Deutschland schon seit 40 Jahren. Was es mit der Sommerzeit auf sich hat, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der Presse und Sprache. Hier gibt es schon mal einen kleinen Auszug aus dem Artikel von unseren Seiten „Leichtes Deutsch“.

Von Franziska Lange

1              Am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober fragen sich viele Menschen: Muss ich die Uhr vor- oder zurückstellen? Zwei unterschiedliche Zeiten für Sommer und Winter sind verwirrend. Deshalb gibt es für die Zeit-Umstellung viele Eselsbrücken. Manche Menschen merken sich zum Beispiel, dass man die Gartenmöbel im Sommer vor die Tür und im Herbst wieder zurück in den Schuppen stellt. So wird die Uhr am letzten Sonntag im März von 2 auf 3 Uhr vorgestellt und im Oktober wieder von 3 auf 2 Uhr zurückgedreht. Doch warum und seit wann gibt es diese Sommerzeit in Deutschland?

             Die Sommerzeit wird 1916 im Deutschen Kaiserreich eingeführt. Im Ersten Weltkrieg will man so das Tageslicht besser nutzen und dabei Energie sparen und eine Stunde mehr Arbeitszeit haben. Manche Menschen sagen aber schon damals, dass die Zeitumstellung ihren Tagesablauf durcheinanderbringt. Deshalb wird die Sommerzeit nach dem Krieg wieder abgeschafft. Aber im Zweiten Weltkrieg gibt es sie wieder – bis 1949. Ein großes Hin und Her! Der Bundestag beschließt 1978 dann die Sommerzeit dauerhaft wieder einzuführen.

 

1           verwirrend so, dass es einen durcheinander bring/man etw. nicht verstehen kann – e Zeit-Umstellung,en Veränderung der Uhrzeit um eine Std. – e Eselsbrücke,n Hilfe, um sich etw. zu merken – r Schuppen,- kl. Haus aus Holz, in das man z. B. Fahrräder, Geräte u. Werkzeug stellt

2           s Deutsche Kaiserreich Deutschland von 1871 bis 1918 – einführen mit etw. beginnen – s Tageslicht natürliches (Sonnen-)Licht – e Energie,n Strom – sparen nicht verbrauchen – r Tagesablauf,¨e Rhythmus der Aktionen, die man an einem Tag macht – durcheinanderbringen in Unordnung bringen – abschaffen aufheben; mit etw. aufhören; sich von etw. trennen; – beschließen bestimmen; entscheiden – dauerhaft für immer

 

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