Zu Ehren von Georges Brassens

In diesem Monat feiern wir Georges Charles Brassens, den Meister des literarisch anspruchsvollen Chansons. Geboren am 22. Oktober 1921 als Sohn eines kleinen Bauunternehmers und einer musikalischen Neapolitanerin begann er bereits mit 14 Jahren, Gedichte zu schreiben. Schon früh zog es ihn nach Paris, wo er bei seiner Tante Antoinette Dragosa wohnte. Brassens war bekennender Frühaufsteher und verbrachte ganze Tage in Bibliotheken mit dem Studium französischer Dichter. Die hierbei autodidaktisch erworbenen Kenntnisse sollten die Grundlage für sein eigenes künstlerisches Schaffen werden. In seinen Liedern übt er immer wieder Gesellschaftskritik, die insbesondere durch seine stark ausgeprägte Freiheitsliebe beeinflusst war. Aber auch Liebe und Tod haben einen hohen Stellenwert in seinen Stücken.

Brassens trat stets bescheiden, ohne Starallüren und zurückhaltend auf – sowohl auf der Bühne als auch im Privatleben. Um die Wirkung seiner Texte nicht zu verschleiern, trug er auf der Bühne seine Chansons nur in einfachster Instrumentierung mit Gitarre und Kontrabass – gespielt von seinem Konzertbegleiter Pierre Nicolas – vor. Damit schuf er beim Publikum ein Gefühl der Intimität und Authentizität.

Georges Brassens starb am 29. Oktober 1981, eine Woche nach seinem 60. Geburtstag.

Lassen auch Sie sich in seinen Bann ziehen und feiern Sie mit uns diesen Ausnahmekünstler, der in diesem Monat 100 Jahre alt geworden wäre.

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