Vokabel des Monats: Geld auf den Kopf hauen

In der Rubrik „Vokabel des Monats“ erklärt unsere Redaktion in jeder Ausgabe der Presse und Sprache einen Begriff oder eine Redewendung in einfachem Deutsch. Suchen Sie noch mehr leichte DaF-Texte zum Lernen? Hier geht’s zur aktuellen Ausgabe der Presse und Sprache.

Geld auf den Kopf hauen

Von Melanie Helmers

*extra leicht (A2)

Oma Lise kommt zu Besuch und schenkt ihrem Enkel Max 15 Euro. „Aber nicht wieder das ganze Geld für Süßigkeiten auf den Kopf hauen“, sagt die Großmutter zu ihm. Der Junge nascht so gern und hat sein Geld schon oft für Süßigkeiten ausgegeben. Die Oma findet das gar nicht gut – das merkt Max sofort. Wenn man Geld auf den Kopf haut, unternimmt oder kauft man spontan damit irgendetwas Schönes. Man hat einfach Spaß und überlegt nicht, ob man vielleicht zu viel Geld ausgibt oder wie notwendig das ist.

Woher kommt diese Redensart? Schon im Mittelalter hatten Geldmünzen auf der einen Seite eine Zahl und auf der anderen einen Kopf. Wenn man zum Beispiel in einer Kneipe die Getränke bezahlen wollte, dann legte man die Münze so auf den Tisch, dass der Wirt die Zahl sehen konnte. Durch viel Alkohol war man dabei oft sehr fröhlich und lustig und knallte deshalb die Münze auf den Tisch, man haute also den Kopf der Münze auf den Tisch.

Vokabelhilfen

hauen schlagen; hart u. aggressiv berühren – naschen etw. Süßes/Leckeres essen – unternehmen machen – überlegen nachdenken; sich Gedanken über etw. machen – e Redensart,en feste Kombination von Wörtern mit einer bestimmten Bedeutung; typischer Satz – s Mittelalter Zeit vom 6. bis zum 15. Jahrhundert – e Münze,n Geldstück – e Kneipe,n Gaststätte; einfache Bar – r Wirt,e jmd., dem ein Restaurant/eine Kneipe gehört – knallen hier: mit lautem Geräusch hinlegen

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